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15.09.2010 Starke Stimme, starker Stil
Starke Stimme, starker Stil 15.09.2010 - WIESBADEN Von Daniel Duben KONZERT Safiya sprengt kulturelle Grenzen mit Oriental-Rock Auf dem Schlossplatz vor dem Wiesbadener Rathaus verschmolzen am vergangenen Samstag Kulturen. Türken kauften ihr Abendessen fröhlich beim Stand der Portugiesen nebenan ein, Polen liessen sich brasilianischen Caipirinha schmecken und Chilenen verwöhnten interessierte Deutsche mit landestypischen Süßspeisen. Stimmiger hätte der Rahmen für den Auftritt der Wiesbadener Sängerin Safiya kaum sein können. Denn wenn es um die Sprengung kultureller Grenzen geht, ist Safiya wohl so etwas wie der Schmelztiegel dieser Entwicklung. Oriental-Rock nennt die gebürtige Türkin ihre innovative Mischung aus westlichen Rock- und Pop-Klängen sowie orientalischen Folklore-Einflüssen. Das Ganze präsentierte sie am Samstagabend auf dem Sommerfest des Ausländerbeirats Wiesbaden. Dabei wurde deutlich, dass Safiya wirklich alle Vorraussetzung für eine große Karriere im europäischen Musikzirkus mitbringt. Ihre Stimme ist ebenso stark wie anmutig und ihr nicht alltäglicher Musikstil hat durchaus das Potenzial, in die Fußstapfen des Latin-Pop-Rocks a lá Shakira und Co zu treten. Darüber hinaus bezauberte die Wiesbadenerin nicht bloß stimmlich. Auch ihr ledernes Bühnenoutfit war ein echter Hingucker und besonders für die männlichen Festbesucher augenscheinlich ein echter Genuss. Was bleibt ist wieder einmal die Erkenntnis, dass der Austausch sowie das Zusammenspiel von verschiedenen Kulturen immer ein Gewinn ist. Das ist in der Musik nicht anders als im normalen Leben.
18.08.2010 Der Traum vom Singen
Der Traum vom Singen 18.08.2010 - WIESBADEN Von Daniel Duben PORTRÄT Die Wiesbadenerin Safiya hat ihren Stil gefunden: „Oriental-Rock“ In der heutigen Zeit kommt sozialen Netzwerken wie Studi-VZ oder Facebook eine immer größere Bedeutung zu. Auch für Musiker hat sich die Plattform MySpace längst zu einer Art Herzkammer entwickelt. Hier können sich Künstler präsentieren und auf recht unkompliziertem Weg Kontakt mit ihren Fans halten. So macht es auch die Wiesbadener Sängerin Safiya seit einiger Zeit. Trotzdem staunte sie nicht schlecht, als plötzlich ein gewisser Tom Gerhard über eben diese Internet-Plattform Kontakt mit ihr aufnahm. „Erst dachte ich, es sei ein Scherz“, berichtet Safiya. Spätestens, als Tom Gerhard aber auf einem ihrer Konzerte im Wiesbadener Gestüt Renz vorbeischaute, war sie überzeugt: „Ihm gefällt meine Musik einfach total gut“, freut sie sich. Doch bei einem so bekanntem Fan wie Tom Gerhard bleibt es nicht lange bei bloßer Begeisterung. Vor kurzem lud sie der Schauspieler zum Mitwirken bei seiner neuen Film-Produktion ein. Das Ergebnis wird im kommenden Jahr auf RTL zu sehen sein. Safiya zögerte nicht lange und tauschte kurzerhand Mikrophon gegen Maske. „Die Schauspielerei macht mir Spaß.“ Trotzdem denke sie nicht daran, ihre Gesangskarriere zu opfern. „Musik ist mein Leben. Lieber würde ich mit der Schauspielerei ganz aufhören“, betont sie. Schon früh entdeckte die gebürtige Türkin ihre Leidenschaft für den Gesang. „Bei Kindergartenaufführungen stand ich immer als Erste auf der Bühne“, sagt Safiya. Trotzdem war es für sie ein äußerst mühsamer Weg zur Musik. „Meine Mutter ist gestorben, als ich zwei Jahre alt war, kurz nachdem ich nach Deutschland gekommen bin“, sagt sie. Ihr Vater sei sehr traditionell gewesen und hätte ihr das Singen oder Musikhören nicht gestattet. „Ich habe immer heimlich unter der Bettdecke Michael Jackson gehört“, erinnert sich die Sängerin. Im Alter von 18 Jahren sei sie schließlich zu Hause ausgezogen. „Ich wollte Musik machen“, sagt sie. Um diesen Traum zu verwirklichen, habe die gelernte Augenoptikerin alle möglichen Jobs angenommen, um über die Runden zu kommen. Doch lange hat sie auf den richtigen Produzenten gewartet. „Die wollten mich alle verbiegen. Aber ich bin nun mal kein Abklatsch von Mariah Carey“, betont Safiya, die schon immer ihre eigene Idee von Musik verwirklichen wollte. Mit dem Wiesbadener Peter Ries habe sie nun einen Mitstreiter gefunden, der voll und ganz hinter ihr stehe. „Peter lässt mir als Produzent freie Hand und unterstützt mich darin, meinen eigenen Sound umzusetzen“, sagt sie. „Oriental-Rock“ nennt sie diesen Stil. „Das ist eine Mischung aus orientalischen und westlichen Klängen“, erklärt die Sängerin. Eine Sparte, die so noch nicht besetzt sei, wie Peter Ries betont. „Ich glaube, die Leute wollen nicht noch eine deutsche Kopie von Shakira, sondern haben richtig Lust auf etwas Neues wie Safiya“, sagt der erfahrene Produzent. Auch die Musikerin glaubt an ihren Erfolg. „Ich habe lange für meinen Traum gekämpft und möchte mit meinen Stücken alle Menschen dazu ermutigen, ihre Ziele nie aus den Augen zu verlieren“, sagt sie. Ihrem Traum kommt Safiya bald wohl ein Stück näher. Mit einer Plattenfirma steht sie kurz vor Vertragsabschluss, im Frühjahr 2011 kommt ihr Debütalbum. Der Traum geht weiter.